Schreibtisch-Aktion

Liebe Seminaristinnen und liebe Seminaristen, 

wie viele AZs haben sie ertragen? Wie oft sind sie Opfer von Lernfrust und stiller Teilhaber von Aha-Erlebnissen geworden? Die Schreibtische im Seminar.

Im Zuge der Renovierungsmaßnahmen werden sie ersetzt durch neue Arbeitstische.

Haben Sie Interesse an einem Schreibtisch aus Ihrer Maulbronner Zeit? Bis Mitte Oktober haben Sie die Gelegenheit, dieselben kostenlos abzuholen.

Wir freuen uns über Ihre Nachricht an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Herzliche Grüße

Gerhard Keitel

  • Schreibtische

 

Kreuzweg der Jugend

Was ist denn ein Jugendkreuzweg? Kreuzwege gibt es in Hülle und Fülle. Es handelt sich um Stationen, welche die Leidensgeschichte Jesu erzählen. Sie können ganz unterschiedlich gestaltet sein. Man findet sie in katholischen Kirchen, aber auch in Parks oder auf Feldwegen, an Wallfahrtsstätten etc. Vor Ostern werden diese Stationen zur Kreuzigung und Erlösung abgeschritten und sich ihnen mit der Intention genähert, den Glauben für das eigene Leben im Gebet zu erschließen. 

 

Staatssekretär Ingo Rust

Am 24. Februar 2014 stellte Staatssekretär im Ministerium für Finanzen und Wirtschaft Ingo Rust im Kloster Maulbronn die neue Publikation des Landesamts für Denkmalpflege über unser Weltkulturerbe vor. Die Broschüre bietet der interessierten Öffentlichkeit einen kompakten und ansprechenden Einblick in die Geschichte und die Restaurierungsarbeiten der besterhaltenen Klosteranlage nördlich der Alpen. Vor seinem Termin besuchte uns Herr Rust um sich ein Bild von unserem Internat und damit von den Menschen, die das Kloster heute bewohnen, zu machen. 

  • StaatssekretaerRust

Exkursion der Klassen 9 und 10

Exkursion der Klassen 9 und 10 am 16.03.2014 zur Ausstellung „Imperium der Götter – Isis – Mithras – Christus. Kulte und Religionen im Römischen Reich“ ans Badische Landesmuseum in Karlsruhe

An einem freien Sonntag früher aufzustehen, um nach Karlsruhe ins Museum zu fahren - darauf hat nicht jeder Seminarist Lust. Trotzdem war die allgemeine Stimmung beim Aufbruch fröhlich und erwartungsvoll, denn eine Führung durchs Museum für jede Klasse und ein anschließender Workshop waren angekündigt.

Als wir im Treppenhaus des Museums hinter der Eingangshalle angekommen waren, war ich sehr überrascht, denn das erste was ins Auge fiel, war ein sehr berühmtes Relief des Lichtgottes Mithras, das  -wie ich später erfuhr - wohl zum ersten Mal in einem Museum aus seinen Einzelteilen, die an mehreren Museen der Welt verteilt sind, zusammengefügt ausgestellt wurde. Die Führung begann mit den „üblichen Verdächtigen“, also den Göttern im Römischen Reich. Da in unserer Promotion Altgriechisch und zur Hälfte Latein gelernt wird,  wussten wir schon einiges über diese Gottheiten. Doch dieser Abschnitt der Führung diente uns allen als Auffrischung und Erweiterung unserer Kenntnisse.

Der nächste Ausstellungsbereich war dem Mithraskult gewidmet. Die Klasse hatte viele Fragen zu diesem Mysterienkult. Besonders spannend fand ich, dass die Führerin die verschiedenen Kultformen und antiken Gottheiten unter anderem mit dem Christentum verglichen hat. Dabei konnten wir einige Parallelen erkennen.
Ein Höhepunkt der Ausstellung war eine rekonstruierte Felshöhle, wie sie vermutlich als Felsenheiligtum bzw. als unterirdischer Tempel für den Gott Mithras gebaut wurde. Im letzten Abschnitt der Führung wurden wir über den Isiskult informiert.

  • Exkursion
  • Exkursion1
  • Exkursion2
  • Exkursion3
  • Exkursion5

Anschließend begaben wir uns quer durch den Schlossgarten ins Majolika-Museum zu unseren Workshop, auf den wir uns schon gefreut hatten. Die 9. Klasse töpferte in ihrem Workshop kleine Öllämpchen, wie sie auch zur Zeit des Isis- oder Mithraskults, aber auch im Christentum, verwendet wurden. Am Workshop, der das Ende der Führung sein sollte, hatten alle ihren Spaß.

Die 10. Klasse formte und ziselierte nach antiken Vorlagen -oder auch nach eigenen Vorstellungen- Votivbilder aus Metall. Danach verteilten sich beide Klassen für ca. zwei Stunden in Karlsruhe, um spazieren zu gehen, Eis zu schlemmen oder um die anderen Ausstellungen im Museum anzusehen. Auf der Rückfahrt nach Maulbronn waren alle Anwesenden guter Laune.

Ich fand den Ausflug schön und gut organisiert. In der Ausstellung bekommt man eine gute Vorstellung vom „Imperium der Götter“, das wir vorher hauptsächlich theoretisch behandelt hatten. Der voran beschriebene Workshop war ein besonderer Höhepunkt und es war natürlich großartig, dieses Erlebnis mit Freunden zu teilen.

von Amélie Fritz (Promotion 2013/2017)

 

Medea

Für Iason gibt sie alles auf.

Aus Liebe zu dem Griechen fügt Medea, die Königstochter und zaubermächtige Priesterin aus Kolchis am Schwarzen Meer, ihrem Vater schweren Schaden zu und tötet ihren Bruder. So bricht sie alle Brücken zu ihrer Heimat ab, um mit ihrem Mann als Fremde in Griechenland zu leben.

Nachdem die Familie -Medea hat inzwischen zwei Kinder mit Iason- in Korinth Aufnahme gefunden hat, ergreift Iason die Gelegenheit, den Status eines geduldeten Fremden gegen eine herausragende Stellung einzutauschen und verlobt sich mit der Tochter des Königs Kreon. Sein opportunistisches Verhalten weiß er zynisch zu rechtfertigen. Die furchtbare Rache der Medea aber übersteigt seine Vorstellungskraft. Mit der verratenen Fremden, die ihre Verletztheit und ihren abgründigen Haß auf ihren treulosen Mann zu verbergen und die entscheidenden Personen wie Spielfiguren zu manipulieren vermag, hat der athenische Tragiker Euripides eine der beeindruckendsten Figuren der Theatergeschichte geschaffen.

Die Theater-AG des Seminars führt Medea am 21. und 22. Februar ab 19:30 Uhr im Oratorium des Klosters auf. Karten zu 5 bzw. 3 Euro (Kinder) sind jeweils ab 18:30 Uhr am Eingang Winterkirche erhältlich.