Klostertag

Der diesjährige Klostertag war wieder einmal ein besonderer Tag des Schweigens, Betens, Arbeitens und Zu-sich-Findens, welcher von jedem einzelnen Seminaristen bzw. Teilnehmer ganz individuell empfunden wurde. Dies lag mitunter auch an den unterschiedlichen Projektgruppen am Dienstag:  Zimmerei, Töpferei, Schneiderei, Kräuterkunde, Kochen, Papierwerkstatt und Steinbearbeitung. Je nach Interesse durften sich die Schüler/innen an diesem Tag u.a. mit dem Nähen von Kutten, der Herstellung eines Hockers (nachdem das Holz eigenhändig im Wald gefällt wurde), kreativen Töpfergegenständen (z.B. Vogeltränke, Tassen und Becher, Kerzenhalter, Kelch), Kräutersalzen und Co, leckeren Zimtschnecken und Fladenbroten, Papierkarteikästen oder mit künstlerischen Steinskulpturen beschäftigen.

Aber nicht nur die Projektgruppen sorgten für eine besondere klösterliche Stimmung, sondern auch  die Einstimmung am Montagabend. Die Jungs übernachteten gemeinsam im Audimax, die Mädchen im Oratorium, nachdem Handys und Uhren abgegeben und die Kutten angezogen wurden. Für viele war die Kerzenprozession im Kreuzgang vor dem Schlafengehen eines der schönsten Erlebnisse!

Hier nun einige Zitate der Seminaristen (und Lehrer/innen)  über die Bedeutung des Klostertages: 

Der Klostertag ist wie immer eine spannende Erfahrung, denn es ist gar nicht so einfach den Tag für sich zu leben und besonders auf sich zu achten. Zudem ist es eine Herausforderung den Tag über zu schweigen und die Schule und den Alltag für einen Tag ruhen zu lassen.“ Johanna (Promo 2015/2019)

Was der Klostertag für mich bedeutet: Das Kloster in seiner Schönheit wahrzunehmen; sich in einer buchstäblich unausgesprochenen Gemeinschaft mit Semis und Kollegen zu fühlen; auf die eigenen Gedanken zurückgeworfen zu sein und zu erleben, wie sie sich in der Stille entwickeln können; Wertschätzung für die existenziellen Dinge des Lebens zu entwickeln; Konzentration, Bewusstmachung; Empfänglichkeit für Eindrücke.“ Tobias Utz (Latein- und Griechischlehrer)

Dieser Klostertag war ja für uns 9er der 1.; es war eine tolle Erfahrung einfach mal ruhig zu sein. Für mich bedeutet der Klostertag aussteigen aus dem Alltag und ganz neue/ andere Dinge mitzunehmen, zu arbeiten und auch die Gemeinschaft zu spüren, die plötzlich trotz oder gerade wegen dem Schweigen besonders groß war.“ (Paula, Promo 2016/2020)

Die schönsten Momente am Klostertag:

Die Kerzenprozession am Montagabend war für mich am schönsten, da die Kerzen und die Melodien, die dort angestimmt wurden, mir immer ein wohliges Gefühl der Geborgenheit geben und man dabei sehr gut abschalten und sich auf die Stille des folgenden Tages einstimmen lassen kann.“ Sarah (Promo 2015/ 2019)

Mit Kerzen im Kreuzgang – Das Seminar und das Kloster werden eins.“ Tobias Utz (Latein- und Griechischlehrer)

Für mich waren  die Gebete über den Tag verteilt (beispielsweise Mette, Terz, Sext, Non) im Chorgestühl sehr schön, da sich alle gemeinsam an einem der beeindruckendsten Orte in der Klosterkirche versammelten und die Gemeinschaft intensiv zu spüren war.“ (Meike Heinzelmann, Deutsch- und Englischlehrerin)

  • Fladenbrote in der Seminarkueche
  • Holzhockerherstellung
  • Krauterkunde
  • Oratorium mal anders
  • Papierwerkstatt
  • Steinskulpturen
  • Töpfern